Stadt Oppenheim

Anonyme Drohung: Stellungnahme des Stadtbürgermeisters

Wütend, schockiert und gleichwohl entschlossen reagiert Stadtbürgermeister Walter Jertz (parteilos) auf die anonymen Anfeindungen und Drohungen gegenüber einer Oppenheimerin.

„Für Intoleranz und intolerante Menschen ist hier nicht nur kein Platz. Vielmehr werden wir als weltoffene Oppenheimerinnen und Oppenheimer diese menschenverachtende Tat nicht hinnehmen“, erklärt der erboste Stadtchef, der inzwischen in engem persönlichen Kontakt zur Betroffenen und deren Kindern sowie ihrer Familie steht. Der anonyme Verfasser, so der Generalleutnant a. D., der 2006 den „Sonderpreis Toleranz“ des „KulturForumEuropa“ erhielt, möge sich gut in Acht nehmen. „Keinen Nanometer werden wir vor dieser infamen Drohgebärde weichen. Oppenheim ist seit jeher ein Hort der Vielfalt, Heimat von vielen Menschen aus der ganzen Welt und unter meinem Mandat ein bunter, sicherer Hafen für alle jene, die ihn brauchen“, versichert Jertz, der zu Solidarität aufruft. In dem Schreiben, das der Verfasser der Oppenheimerin an die Tür hängte sind, neben vulgären Beschimpfungen, der Aufruf zur Gewalt gegenüber der Betroffenen, der Hinweis auf den Umgang mit Transsexuellen im Dritten Reich  und eine explizite Drohung enthalten.

„Es ist die erklärte Absicht der amtierenden Stadtspitze und des gesamten Teams der Stadt Oppenheim, für alle Oppenheimerinnen und Oppenheimer da zu sein – Unabhängig, unter anderem, von deren Herkunft, Religion sowie sexueller oder geschlechtlicher Orientierung. Mit einer Ausnahme, im Sinne von Wilhelm Busch: `Toleranz ist gut. Aber nicht gegen über den Intoleranten!´.“