Stadt Oppenheim

Schulwegbegehung: Gemeinsame Anstrengungen für nachhaltige Sicherheit

„Effiziente und nachhaltige Sicherheit für Oppenheimer Schulkinder war und ist Herzensanliegen und erklärtes Ziel der Stadt und aller Beteiligten“.

Mit dieser klaren Ansage kommentiert Stadtbürgermeister Walter Jertz (parteilos) die jüngste Schulwegbegehung, an der Vertreter der Stadt, von Polizei, VG-Ordnungsamt, Grundschule und des Landesbetriebs Mobilität (LBM) teilnahmen. Die Begehung ist Bestandteil umfassender Koordinierungsmaßnahmen, die, auch mit Hinblick auf das absehbare Ende des Schülerlotsen-Konzepts zum Schuljahr 2019/20, maßgeblich die Sicherung der Schulwege auf eine solide – und vor allem breite – Basis stellen sollen. Im Rahmen der eingehenden Begutachtung der Hauptschulwege, die im Vorfeld festgestellt wurden, befassten sich die Teilnehmer mit vier großen Verkehrsachsen, über die die Schülerströme den Weg zur Grundschule am Gautor finden.

„Für uns war es wichtig, im Rahmen der intensiven Kontrolle der Wege, neuralgische Punkte zu finden, zu analysieren und zu bewerten. Das gilt für Wegeführungen, Querungen, Engstellen und vieles mehr. Daher gilt mein besonderer Dank dem Verkehrssicherheitsberater der Polizei Oppenheim, Ulrich-Stefan Hübner und Schulleiter Christoph Ames für die Entwicklung eines umfassenden Schulwegeplans auf Basis gesetzlicher Vorschriften“, skizziert Jertz Inhalt und Hintergrund des ausgedehnten Ortstermins, an dem auch der zuständige Erste Beigeordnete der Stadt, Rainer Ebling (AL), Heribert Körbach vom LBM und Marcel Fechner für die VG Rhein-Selz teilnahmen. „Aufgrund der, unter anderem durch den Bericht des Landesrechnungshofs, hinlänglich bekannten Kontroverse um die Thematik `Schülerlotsen´ haben bereits im Vorfeld eingehende Gespräche mit Vertretern der Stadt, Schule, Polizei, der VG, des ADAC, der Straßenverkehrsbehörde, Verkehrshelfern und Elternvertretern stattgefunden, um die Sicherheit der mehr als 300 Grundschulkinder, vor allem langfristig, zu regeln“, erklärt der Stadtchef mit Blick auf die Situation, die nicht nur die Fußwege, sondern auch die „mehr als ungünstige“ Schulbussituation am Amtsgerichtsplatz beinhaltet.

„Für die Umsetzung der erarbeiteten und geprüften Wegeführungen werden wir, unter anderem, sogenannte `gelbe Füße´ und einprägsame Symbolmarkierungen einsetzen, die speziell die vier Verkehrsachsen kennzeichnen und voneinander unterscheiden. Ebenso sind Maßnahmen wie Anpassung des Bewuchses, Freihalten von Gehwegen, Änderung von Beschilderung und ehrenamtliche Verkehrshelfer angedacht“, ging Polizeihauptkommissar und Verkehrsexperte Ulrich-Stefan Hübner ins Detail.

„Es geht bei unseren Bestrebungen im Kern darum, mit nun einmal wenigen Mitteln die effizienteste und sicherste Lösung zu erreichen. Da sind wir natürlich auch auf Mithilfe von Kindern und Eltern angewiesen, um den Schulwegeplan gegebenenfalls nachzubessern und zu ergänzen“, so Hübner weiter. „Natürlich liegt es uns auch weiterhin am Herzen, Verkehrshelfer einzusetzen – Allerdings ehrenamtlich. Und hier machen wir deutlich: Die Sicherheit der Kinder geht alle Eltern an. Es ist keine lästige Pflicht, die es zu ertragen gilt. Vielmehr geht es um eine gemeinsame Anstrengung für den wohl besten Zweck, den es gibt – Die Sicherheit der Kinder“, mahnen Stadtchef Jertz und der Erste Beigeordnete Rainer Ebling zu Initiative und Zusammenarbeit.