Stadt Oppenheim

Uhrturm zu Oppenheim („Weißer Turm“)

Uhrturm zu Oppenheim

 

Besichtigungen und Führungen nach vorheriger
Absprache möglich: Kostenlos – Spenden willkommen
Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf:
Rainer Wolff  1. Vorsitzender
Tel.: 06133-3192, Mobil: 0151 1285 4811

Der über 150jährige Oppenheimer Uhrturm steht mit seinen Mauern auf einem Fundament aus dem Mittelalter.

Damals stand an der Ecke der Stadtmauer der „Weiße Turm“, auch „Zollturm“ genannt.

Er besteht aus zwei unterschiedlichen Bauteilen:

– der ältere, untere Teil aus Bruchsteinmauerwerk (stammt noch aus dem 13. Jahrhundert)
– der gotische Spitzbogen sowie der Türbogen des Einganges zum ersten Stockwerk wird in die zweite Hälfte des 14.    Jahrhundert datiert.

Der Turm erfüllte in seiner Vergangenheit vielfältige Aufgaben. So diente er hauptsächlich zur Angabe der Tageszeit durch Zifferblatt und Glockenschlag der Uhr, aber auch durch Mittags- und Feierabendläuten (sog. „Bürgerliches Geläut“).
Daneben nutzte ihn die Feuerwehr als Beobachtungsplattform (bei drohender Hochwassergefahr), als Alarmstation und zur Weitergabe von Signalen und nicht zuletzt als Trockenraum für die Feuerwehrschläuche.

Zeitweilig soll sein Sockelgeschoss auch als städtische Arrestzelle genutzt worden sein. Heute ist er ein Clubraum der Freunde des Uhrturms, von denen er in ehrenamtlicher Arbeit wiederhergestellt wurde.
Bauliche Maße:

Gesamthöhe (ohne Turmspitze) 31,3 m
Unterer Turmteil (Sockel) 12,0 m
Oberer Turmteil 18,1 m
Turmzinnen 1,2 m
Durchmesser 4,9 m
Mauerdicke 0,7 m

Besichtigungen und Führungen nach vorheriger Absprache möglich!

Eintritt frei – Spenden willkommen!

  • 1225/26 Stadterhebung Oppenheims – Steuerfreiheit zur Errichtung einer Strandbefestigung
  • 1226-1240 Anlage der gemauerten Stadtbefestigung mit (vermutlich) Bau eines ersten Turmes in der Nordostecke der Stadtmauer
  • 1232 Erste Erwähnung eines Zollhauses
  • 1255 Ausbau des Zollhauses als Vorburg und Errichtung des „Weißen Turmes“ (Zollturm)
  • 1551/52 Beschädigung des Weißen Turmes während des Schmalkaldischen Krieges
  • 1635 Zerstörung des Zollhauses durch Brand im 30jährigen Krieg
  • 1689 Zerstörung Oppenheims im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Der Weiße Turm wird bis auf den Sockelteil abgetragen und bleibt für mehr als 150 Jahre eine Ruine
  • 1829 Abriss des Rheintores, das ehemals als Uhrenturm der Vorstadtbürger diente
  • 1843/44 Wiederaufbau des Weißen Turmes als heutiger Uhrturm
  • 1907 Einbau der heutigen Turmuhr
  • 1941 Einschmelzen der Uhrturmglocke – Ersatz durch eine Eisenschiene
  • 1953 Josef Blüm stiftete erste Uhrturmglocke
  • 1983 Silvesteridee, den Uhrturm in ehrenamtlicher Hilfe in Ordnung zu bringen
  • 1984 Beginn der Arbeiten im Uhrturm / erste Sachspende: eine Fahnenstange / die Uhr
  • wird in Gang gebracht und die Tradition des Silvester-Turmblasens begründet
  • 1986 Sicherung des Zwischenbodens, der Treppen und Beginn des Innenausbaus / erstmals zu Weihnachten einen Christbaum auf dem Turm
  • 1987 Verglasung der Fenster, Einbau der Rundbank und des Fassbodens im ersten Zwischenstock sowie der elektrischen Installation / Tag der offenen Tür
  • 1988 Auslage des Gedenkbuches für die Opfer des 2. Weltkrieges / Erste Ernennung von
  • Uhrturm-Freifrauen und -Rittern / Errichtung der Toilettenanlage am Fuße des Turmes / Wiederentdeckung der Zollpforte (Rheintorpforte)
  • 1989 Arbeiten für den geplanten Partnerschaftsbrunnen / archäologische Grabungen in der Zollpforte (Rheintorpforte) / Franz Scheil stiftet zweite Uhrturmglocke
  • 1990 Im ersten Stock werden Tisch und geschnitzter Fassboden eingebaut
  • 1992 Einweihung des Partnerschaftsbrunnens – Blitzschlag in den Uhrturm
  • 1994 Großes Bürgerfest zum 150jährigen Jubiläum des Wiederaufbaus
  • 1996 Aufstellung der Glasvitrine im Ausstellungsraum des unteren Uhrturms
  • 2005 705 Jahre Weißer Turm
  • 2012 Jubiläumsfest „25 Jahre Freunde des Uhrturms“ (23. September)

So finden Sie uns vor Ort:

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Merianstraße 2, 55276 Oppenheim

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