Die Oppenheimer Tafel
Der Vorstand der Oppenheimer Tafel e.V. (von links: Beisitzer Hans-Jürgen Schwerdt; Schatzmeister Georg Steitz (Diakonisches Werk), Beisitzer Markus Bender (Stadtmission); Dekan Michael Graebsch, stellvertretender Vorsitzender; Stadtbürgermeister Marcus Held, Vorsitzender; Beisitzerin Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator; Joachim Josten (Katholische Gemeinde), Schriftführer).
„Hoffentlich kann sich dieser Verein bald wieder auflösen“
Oppenheim, 03.02.2010:
„Ich freue mich über den großen Zuspruch zur Gründung dieses Vereins“, sagte Dekan Michael Graebsch im Sebastianshaus, dem Pfarrzentrum der katholischen Bartholomäusgemeinde in Oppenheim, „Doch ich hoffe, dass sich dieser Verein bald wieder auflösen kann“, fügte er unter Applaus hinzu. Mit der Gründung dieses Vereins stehe nun der Eröffnung einer „Oppenheimer Tafel“ nichts mehr im Wege, freute sich auch Stadtbürgermeister Marcus Held über diesen wichtigen Schritt hin zur Errichtung.
„Das Angebot richtet sich an die Bewohner Oppenheims und der umliegenden Gemeinden, die ihren Lebensunterhalt selbst nicht sichern können. Ausgegeben werden Waren, die im Handel als nicht mehr verkäuflich, aber einwandfrei gelten“, skizzierte Axel Guse, Referent für gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanats die Modalitäten der Ausgabe. Am Gründungsabend traten auch gleich 78 Personen dem Verein bei. Auch sogenannte juristische Personen waren von Anfang an mit von der Partie und wollen sich nun auch maßgeblich an der Errichtung und der Unterhaltung der Tafel beteiligen. Neben dem Evangelischen Dekanat Oppenheim, der Stadt Oppenheim, der evangelischen und katholischen Gemeinde Oppenheim, dem regionalen Diakonischen Werk Mainz-Bingen sind noch drei weitere Einrichtungen und Institutionen dem Verein beigetreten. Hiermit sei eine solide Grundlage geschaffen, die zukünftige Oppenheimer Tafel nachhaltig zu betreiben, zeigten sich alle zuversichtlich. Dekan Graebsch konnte auch schon erste Spenden und Zuwendungen vermelden: So seien mittlerweile Spenden und Kollekten in Höhe von 3.100 Euro gesammelt worden, das evangelische Dekanat habe 5.000 Euro zugesichert und der Rat der Verbandsgemeinde habe eine Mietkostenbeteiligung von 20.000 Euro bewilligt.
Doch bis das „Rote Band“ zur Eröffnung durchschnitten werden könne, gäbe es noch viel zu tun, skizzierte der neu gewählte Vorstandsvorsitzende Marcus Held die Aufgaben. Es müssen geeignete Räumlichkeiten angemietet werden, die groß genug sind, die Ausgabe zu gewährleisten, aber auch verkehrsgünstig zu erreichen sind. Verschiedene Objekte sind hierfür bereits in der engeren Wahl, so Held weiter. Auch ein Kühlwagen müsse beschafft werden und Gespräche mit Lebensmittelanbietern geführt werden, damit den Bedürftigen auch geholfen werden kann.
Wichtigste Aufgabe sei es aber, ein Team aus Ehrenamtlichen zusammenzustellen, das die Verteilung und gesamte Organisation garantieren kann. Da traf es sich gut, in Hans-Jürgen Schwerdt einen geeigneten Projektleiter gefunden zu haben, der über Erfahrungen im Lebensmittelhandel verfügt und sich bereit erklärt hat, die nun anfallenden organisatorischen Aufgaben zu übernehmen. Sogleich verteilte er Listen an die Mitglieder des jungen Vereins, auf denen die vielen Aufgaben beschrieben wurden – und man sich dann entsprechend seiner Neigung oder Interesse eintragen konnte.
In naher Zukunft soll es dann weitere Treffen geben, um die Aufgaben und Arbeiten zu verteilen und dann auch konkrete Dienstpläne und Öffnungszeiten angeben zu können, beschreibt Schwerdt die nächsten Schritte. Wer dem Verein beitreten möchte, kann beim Evangelischen Dekanat Oppenheim Beitrittsformulare bekommen. Der (Mindest-) Jahresbeitrag beträgt 12 Euro, für juristische Personen 120 Euro.
Adresse und Öffnungszeiten/strong>
Oppenheimer Tafel e.V.
Vorsitzender Herr Marcus Held
Rheinstraße 55
55276 Oppenheim
Öffnungszeiten:
Di. 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Sa. 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Telefon: 06133 / 57 77 878
Website: www.oppenheimer-tafel.de
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