Stadt Oppenheim

Röhrenbrunnen: Anwohner reden bei Gestaltung mit

Im Zuge des anstehenden Ausbaus des dritten Bauabschnittes der Wormser Straße steht auch die Neugestaltung des historisch für die Stadt Oppenheim sehr bedeutenden „Röhrenbrunnens“ an.

Die Stadt hatte die Anwohner der Wormser Straße sowie den Oppenheimer Geschichtsverein eingeladen, eigene Ideen und Gedanken bei der Gestaltung des zukünftigen Platzes in den Planungsprozess einzubringen. Dieser Einladung waren interessierte Anwohner gefolgt, die in einer fast zweistündigen Veranstaltung unter der Moderation der Stadtplanerin, Anita Broghammer-Conrads und des Straßenplaners, Rudolf Baumgarten, mögliche Gestaltungsvarianten für diesen Platz in Arbeitsgruppen diskutierten.
Schon in seiner Begrüßung wies der Beigeordnete der Stadt Oppenheim, HelmutHerr Krethe, auf die besondere Bedeutung dieses Platzes ebenso hin wie auf den ausdrücklichen Wunsch der Stadt, die Ideen der Bürger mit einzubringen. „Der Platz wird in seinem derzeitigen Zustand nicht ansatzweise seiner historischen Bedeutung für die Stadt Oppenheim gerecht. Sowohl für die eigene Bevölkerung als auch für die zahlreichen auswärtigen Gäste soll er zukünftig ein würdiges Erscheinungsbild bekommen“, so Krethe.
Zunächst stellte Herr Baumgarten die Straßenbauplanungen des dritten Bauabschnittes vor, die sich in Straßenbreiten, Materialwahl und vielem mehr durchgängig am zweiten Bauabschnitt orientierten. Danach fasste Anita Broghammer-Conrads die gestalterischen Anforderungen an den Platz zusammen. In diesem Bereich liegt der älteste Teil Oppenheims. Sozusagen die Keimzelle der späteren Gesamtstadt. Durch Fotos und Pläne wurde den Anwesenden die Situation nochmals vor Augen geführt.
Dr. Michael Thomä informierte zudem über die bisherigen Erkenntnisse zu den Untergrundverhältnissen im jetzt anvisierten Bauabschnitt, sowie insbesondere zu seinen bisherigen Untersuchungen bezüglich der im Bereich der Brunnen vorhandenen, unterirdischen Anlagen. Bevor man in die Diskussion einstieg, wies Broghammer-Conrads die Anwesenden aber auch auf die Restriktionen hinsichtlich der Berücksichtigung der Anwohnerwünsche hin. Diese müssen zum einen genehmigungsfähig sein, sowohl was die Forderungen der Straßenbauverwaltung als auch der Denkmalpflege betrifft, zum anderen müssen die Vorschläge technisch machbar und finanzierbar sein. Die letzte Entscheidung bei all diesen Fragen liege dann beim Stadtrat der Stadt Oppenheim.
Vor diesem Hintergrund wurde den zuvor gebildeten Arbeitsgruppen jeweils ein Planausschnitt des betreffenden Bereiches übergeben, der Grundlage für die Formulierung der Vorstellungen der Bürger war. Die Ergebnisse wurden im Anschluss vom jeweiligen Sprecher der jeweiligen Arbeitsgruppe vorgestellt. Die Anregungen werden nunmehr gesammelt und in den weiteren Planungsprozess eingebunden. „Die Veranstaltung verlief in einer sehr konstruktiven und sachlichen Atmosphäre. Nach dieser Erfahrung kann ich mir sehr gut vorstellen, dass solche Veranstaltungen bei in Zukunft anstehenden Maßnahmen eine Wiederholung finden werden“, so der Interimsstadtchef abschließend.