Stadt Oppenheim

Optimaler Verkehrsfluss dank modernster Ampelanlage

Die Vielzahl der Ampeln auf der B 9 in Oppenheim sind ein Ärgernis, für Verkehrsteilnehmer wie für Stadtbürgermeister Held. Mit einer zusätzlichen Ampel gab es jetzt „Grünes Licht für´s Krämereck Süd“. Getreu dieser Losung regelt modernste Ampel-Technik den Verkehrsfluss ins Krämereck Süd und zur „Landskron-Galerie“. Weil Marcus Held die zusätzliche Verkehrsregelung als „flüssig und optimal“ einschätzt, wandte er sich mit einem Dank an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) und dessen Leiter Bernhard Knoop. Dieser erläuterte Held die „intelligente“ Ampelanlage an der B9-Abfahrt „Oppenheim Süd“, die  für eine sichere Ab- und Zufahrt auf der stark befahrenen Bundesstraße sorge.

Die „Einzelanlage“ Krämereck-Süd sei, was Qualität und Leistungsfähigkeit angehe, technisch vergleichbar mit dem B 9-Ampelsystem der drei Anlagen am  an den B9-Abzweigungen „Fährstraße“, „Fußgängerampel Rheinstraße“ und „Hafenstraße“. „Eine selbstständig funktionierende Ampel wie Oppenheim Süd kann einfach schneller auf `Grünanforderungen´ reagieren. Eine solche Einzelregelung für die an der Fährstraße, der Fußgängerampel Rheinstraße und der Hafenstraße mache verkehrstechnisch wegen zu kurzer Abstände keinen Sinn. Jede Ampel würde durch selbstständiges, nicht koordiniertes Regeln den so wichtigen Hauptfluss der B 9 nicht sicherstellen, so der Leiter des LBM, Bernhard Knoop. Daher sind diese drei Ampeln abhängig voneinander gekoppelt.

„Die Schaltungen des hier gekoppelten Ampelsystems, zu dem jene an `Oppenheim Süd´ nicht gehört sind mit modernster Technik und Software ausgestattet. Die Ampeln sind auf die sehr unterschiedlichen Belastungszeiten der B 9 programmiert. Sie messen die Verkehrsmenge eigenständig und schalten `intelligent´ auf kürzere oder längere Umläufe. Das heißt, die Abfolge der Grünzeiten folgt abhängig von der Verkehrsmenge“, so Knoop in seiner Antwort auf Helds Anfrage. Daher seien die drei Ampeln an Fähr-, Hafen- und Rheinstraße miteinander im Sinne einer „grünen Welle“ für die B 9 verkehrsabhängig gekoppelt. „Die Notwendigkeit der verkehrsabhängigen Kopplung dieser drei Ampeln ist eine zwingende Folge des im März 2011 fertig gestellten Umbaus des Bahnhofes Oppenheim mit einer Park+Ride-Anlage.

Eine aus verkehrlichen Gründen notwendige, behindertengerechte Fuß- und Radfahrerüber- oder Unterführung der B 9 war durch die verantwortlichen Vorhabenträger von Seiten der Stadt und der Bahn vor mehr als 20 Jahren nicht finanzierbar und nicht durchsetzbar“, skizziert der Stadtchef die Hintergründe des Ampelkonzepts. Folglich sei das verkehrsabhängig programmierte, gekoppelte Ampelsystem (Hafenstraße/Rheinstraße/Fährstraße) bei den gegebenen Rahmenbedingungen aus Gründen der Verkehrssicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer leider unvermeidbar.

„Ein Herausnehmen der Ampel Hafenstraße aus der Kopplung `grüne Welle´ würde nachweislich den Verkehrsfluss der B 9 verschlechtern. Der LBM würde auf die Ampeln gerne verzichten; für die Reisenden, Pendler, Schüler und Radfahrer ist auf der mit rund 18.000 bis 20.000 Fahrzeugen hoch belasteten B 9 eine sichere Querung aber ohne Ampel nicht möglich“, berichtet Bernhard Knoop. So werde der Hauptstrom der B9 durch Anforderungen querender Fußgänger sowie von Ein- und Abbiegeverkehre immer wieder unterbrochen. Das behindere zwar leider den Verkehrsfluss der Bundesstraße. Man merke jedoch die hohe Qualität der „grünen Welle“ besonders zu Zeiten, in denen wegen der Schulferien weniger Ein-und Abbiegeverkehre vorliegen und die Fußgänger die B 9 queren. Selbstverständlich, so Knoop, nehme der Verkehr der Bundesstraße in der Ferienzeit stark ab,  läuft dann in den Morgen- und Abendspitzen reibungslos. „Wäre das System nicht gekoppelt, würde dies massiv den Verkehrsfluss der B 9 verschlechtern“, hält Knoop fest.

„Gerne bin ich jedoch, jeder Zeit, offen für Verbesserungsvorschläge aus der Bevölkerung, die wir dann gerne an den LBM und alle Beteiligten weiterleiten werden“, so Held abschließend.