Stadt Oppenheim

Wir stellen vor: Hans-Willi Mohr

„Gude Willi! Am Viehweg müsste das Grün ein bisschen zurückgeschnitten werden“, sucht ein Spaziergänger im Unterfeld das Gespräch zu Hans-Willi Mohr. Der Dritte Beigeordnete der Stadt ist auf einer seiner regelmäßigen Touren im satten Grün Oppenheims unterwegs und weiß um die Wichtigkeit des direkten Kontakts zu den Menschen.

„Ich betreue als Beigeordneter Liegenschaften, Verkehr, Umwelt und Naherholung. Da gibt´s immer was zu tun und wenn ich unterwegs bin, merk´ ich sofort, wo´s brennt“, ist der quirlige Macher stets mittendrin. So auch dieses Mal, als er direkt nach dem Bürgerhinweis kurzerhand selbst am Viehweg den Kofferraum öffnet und mittels eigenen Gerätschaften Teile des Grüns selbst kürzt. „Den Leuten zuhören ist das Wichtigste. Nur so kriegt man mit, wo die Arbeit wartet“, weiß Mohr um den direkten Draht zum Bürger und das nötige Fingerspitzengefühl, wenn es etwa um die Betreuung der rund 320 Kleingärten und Almendfelder geht, die heiß begehrt sind. „Momentan haben wir eine Warteliste von knapp 70 Leuten, die gerne einen Garten im Unterfeld hätten. Da schau´ ich nach vielen Dingen bei den Interessenten. Der Garten muss zum Bewerber passen und umgekehrt. Ich prüfe jede Anfrage einzeln und am Ende bekommen wir immer einen guten Kompromiss hin“, skizziert der „Obbenummer“, der bestens vernetzt und tief in der Stadt verwurzelt, lieber anpackt als lange redet.

„Ich steh´ gar nicht gern im Rampenlicht. Mein Ding ist es viel mehr, im Hintergrund zu arbeiten, nach dem Motto `Mach was und red´ nicht drüber´“, gesteht der Verwaltungsbeamte, der, gemeinsam mit dem zuständigen Revierförster auch jedes Jahr die Umsetzung des Forstwirtschaftsplans betreut – Immerhin ein Projekt, das mit rund 42 000 Euro im städtischen Haushalt verankert ist. „Vielfältig?“ schmunzelt Mohr auf die Frage nach seinen Tätigkeiten. „Und wie. Das geht vom Freischneiden der Dammsohlen und anderer Hochwasserschutzmaßnahmen, über kaputte Feld- und Wirtschaftswege, die Beseitigung von illegalen Ablagerungen in der Gemarkung bis hin zu `Kernsanierungen´ von Gartenanlagen, die man niemandem mehr zumuten kann“, lässt Mohr, der ein stetiger und unbürokratischer Ansprechpartner sein will, tief blicken. Auf seinen kontinuierlichen Kontrollfahrten ist sich der ehrenamtliche Beigeordneten auch nicht zu schade, etwa bei illegal und unrühmlich entsorgten Hinterlassenschaften selbst Hand anzulegen. „Wenn´s etwas umfangreicher ist, dann kann ich mich immer auf Wolfgang Herzog und sein Bauhof-Team verlassen. Ohne die wären wir hier in der Stadt ziemlich aufgeschmissen. Das hat großen Dank verdient“, sagt der sympathische Macher, der für das kommende Jahr dann auch noch eine frohe Botschaft für alle Grün- und Outdoor-Liebhaber hat: „Etwa ab Frühjahr freuen wir von der Stadt uns über rund 30 neuen Kleingartenparzellen auf einem Gelände in zwischen Grillhütte und Flugplatz“. Wer sich für eine davon interessiert, der wende sich – natürlich – an das offene Ohr des Hans-Willi Mohr.