Stadt Oppenheim

WeinErlebnisWeg

Bei der feierlichen Enthüllung der neuen bronzenen Krötenskulptur der Nieder-Olmer Bildhauerin Liesel Metten hat der Erste Beigeordnete der Stadt Oppenheim, Raimund Darmstadt (AL), die vier Stationen des „WeinErlebnisWeges“ Krötenbrunnen zwischen Oppenheim und Dienheim der Öffentlichkeit übergeben. Mit gespitztem Mäulchen blickt nunmehr ein witzig-sympatisches Fabelwesen von seinem beschaulichen Plätzchen in den Weinbergen in die Rheinebene. Direkt darunter plätschert frisches Quellwasser über die bronzenen Lippen eines zusätzlichen Phantasie-Insektes in das Krötenbrunnenbecken.

„Ich freue mich riesig, dass wir zu Beginn der herbstlichen Wandersaison den neuen Wanderweg mit seinen vier Hauptattraktionen präsentieren können“, begrüßte der für den Tourismusbereich zuständige Erste Beigeordnete die vielen Gäste bei der Eröffnung des Gemeinschaftsprojektes der Stadt Oppenheim, der Nachbargemeinde Dienheim, der Dienheimer Aufbaugemeinschaft sowie des Oppenheimer Weinbergsbesitzervereins. Das gesamte Areal des beliebten Ausflugszieles ist in nur kurzer Bauzeit in ein wahres Schmuckstück verwandelt worden. Befreit von Wildwuchs, versehen mit der Bronzeskulptur auf der Krötenbrunnengalerie sowie neuen Sitzgelegenheiten schlängelt sich der Weg vorbei am Brunnen hinauf zum Krötenbrunnen-Stollen, wo jetzt eine Metallgittertür den Blick ins Innere des Ganges freigibt. Regionaler Bonbon an allen Wegestationen: Es wurden ausschließlich Natursteine aus dem örtlichen Steinbruch zwischen Oppenheim und Nierstein verwendet. Weiterhin bieten zwei „Tische des Weines“ am Goldberg, die Dienheimer Falkenberghütte mit zwei Panoramafenstern aus Edelstahl und das neu gestaltete Weinbergshäuschen am „Frikadellenbäumchen“ samt frischer Bruchsteinoptik einladende Verweilmöglichkeiten für alle Wanderer und Besucher des WeinErlebnisWeges.

Der Flurnamen Krötenbrunnen unterlag im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Wandlungen, berichtete Darmstadt. So wurde aus dem „Kredimburne“ des Jahres 1273 später der „Kredenborn“, der „Krottenbrunnen“ und 1735 sogar der „Grethenbrunnen“. Dies war bereits ein Ansatz für Märchenautoren aus jüngster Zeit, über die mögliche Metamorphose eines früheren Oppenheimer „Gretchens“ zu spekulieren. „Die neue Fabelfigur in Krötengestalt hat jedenfalls das Zeug zur motivierenden Inspiration aller Weinwanderer“, war sich Raimund Darmstadt sicher und bedankte sich bei Liesel Metten ganz herzlich für ihre kreative Phantasie und ihr faszinierendes Kunstwerk.

Unter den Augen des begeisterten Publikums enthüllten Liesel Metten und Raimund Darmstadt schließlich das künstlerische Schmuckstück. Mit dabei waren die Planerin Christiane Hicking, Bardo Kraus als Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Rheinhessen-Zellertal, Markus Sauermann als Schöpfer der Steinkröte aus den 90er Jahren, Frank Dahlem vom Weinbergsbesitzerverein, der Zweite VG-Beigeordnete Bernd Neumer, Hans-Uwe Stapf für die Stadt Nierstein, Vertreter aus Räten und Verwaltung sowie der ausführenden Firmen und Hansjürgen Bodderas als Geschäftsführer der Tourismus GmbH. „Der neue Wanderweg wird den identitätsstiftenden Charme der rheinhessischen Kulturlandschaft und der weltbekannten Großlage Krötenbrunnen noch einmal deutlich unterstreichen“, stellte Raimund Darmstadt in seinem Resümee fest. Der in Berlin weilende Stadtbürgermeister Marcus Held wünschte der Veranstaltung aus der Bundeshauptstadt einen guten Verlauf und beglückwünschte die Projektpartner zu ihrem Erfolg. Schließlich, so Bardo Kraus abschließend, sei der Weinerlebnisweg das zweitgrößte vom europäischen Leader-Programm geförderte Projekt der LAG. Mehr als die Hälfte der rund 80 000 Euro Gesamtkosten flossen aus Mitteln der EU. Insgesamt habe die LAG, so Kraus, etwa 75 Projekte mit knapp 930 000 Euro unterstützt, wobei er das örtliche Projekt als vorbildlich lobte.

Foto: Raimund Darmstadt

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