Stadt Oppenheim

Burgruine Landskron

Ruinen sind Zeugen der Geschichte. Wer sich zwischen Versatzstücken früherer Generationen bewegt, dessen Fantasie fliegt ab.Alte Mauern erzählen von vergangenen Zeiten. Räume und Keller haben Glanz, Ruhm, Blut, Leid, Leidenschaft und Liebe gesehen.

Eine Gruppe Oppenheimer Enthusiasten hat sich zur Maulwurf-Kompanie zusammen geschlossen. Sie sehen ihre Aufgabe darin, in mühevoller Kleinarbeit und mit detektivischem Spürsinn das, was noch vorhanden ist, eigenhändig auszugraben, frei zu legen, zu konservieren sowie für Gäste und Besucher herzurichten. Wer spezielleres Wissen will, bucht einen der qualifizierten Moderatoren und lässt sich in die Welt von Kaisern, Königen und Eroberern führen. Die Burgruine bietet einen herrlichen Ausblick über die Rheinebene. An klaren Tagen schweift der Blick bis nach Frankfurt und in den Odenwald. Ein Spaziergang zur Burgruine Landskrone lohnt schon, um den Fernblick und das entspannte Flair eines der wärmsten Orte Deutschlands zu genießen. Wer sich die erhaltenen Mauerwerke des im 16. Jahrhundert erbauten dreigeschossigen Palais ansieht, kann das wechselhafte Schicksal der Landskrone an den Fensterformen ablesen. Die Architektur des Wiederaufbaus hinterließ immer Spuren in den gerade gängigen Baustilen. Die Burgruine Landskron ist seit Jahren unvergleichlich einmaliger Aufführungsort der atmosphärischen Oppenheimer Theaterfestspiele. Die Ruine bietet die natürliche Freilichtkulisse hierfür. Ein Arrangement aus genussvollem Essen und Trinken rundet einen unvergesslichen Abend in Oppenheim ab. Zwischen der Burgruine Landskron und dem Ruprechts- oder Schneiderturm ist sogar noch ein Teil der einstigen Stadtmauer erhalten, der von 2009 bis 2014 auf Basis bauhistorischer Grundlagen umfassend saniert wurde.

Die beiden Namen Ruprechts- oder Schneiderturm weisen weit in die Geschichte 1410 auf der Burg zu Oppenheim. Seine Verteidiger waren die Schneider. Im Mittelalter war es üblich, die verschiedenen Stadttürme und –tore den einzelnen Zünften zur Verteidigung zu zu ordnen. Der Ruprechtsturm mit seiner schwer an zu greifenden Lage am Hang wurde den schmächtigen Schneider zugeteilt. Die Burg selbst war durch einen rundum führenden Graben geschützt,den Zugang gewährte eine Zugbrücke. Vom Turm aus hatte man Sichtverbindung bis nach Nierstein und Schwabsburg. Noch heute zu sehen sind die Reste des Ziehbrunnens, der die Wasserversorgung im Innern der Burganlage sicherte. Im der Stadt zugewandten Südflügel der Gemäuer war einst der Kaisersaal untergebracht,ein Raum zum Präsentieren und für die Regierungsgeschäfte. Die Wohn- und Wirtschaftsräume befanden sich im Nordflügel der Burg. Im Laufe der Geschichte wurde die Burg mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Auch Herren fremder Länder nahmen Besitz von der Burg, was auf die strategische Bedeutung der Landskron hinweist. 1620 nisteten sich die Spanier hier ein, die 1631 von den Schweden vertrieben wurden. Auf beide hätten die Oppenheimer wohl gerne verzichtet. Aber: es kommt nichts Besseres nach! Diese Weisheit erfuhren die Stadt Oppenheim auf grausame Art am eigenen Leib. 1689 wütete der französische General Melac in der gesamten Region und machte neben anderen Städten auch Oppenheim dem Erdboden gleich. Und mit der Stadt natürlich auch ihr Symbol von Stärke und Macht, die Burg Landskron. Wer sich die heute erhaltenen Mauerwerke genauer ansieht, kann das wechselhafte Schicksal der Landskron deutlich an den verschiedenen Fensterformen ablesen. Die Architektur hatte schon immer ihre Moden, und die jeweils zur Zeit des Wiederaufbaus gängige hinterließ ihre Spuren im Baustil. Was man heute noch von der gesamten Burganlage sehen kann, sind die Reste des im 16. Jahrhundert erbauten dreigeschossigen Palas. Die Burgruine ist Ausgangs- bzw. Endpunkt des Weinlehrpfads, der durch die Oppenheimer Gemarkung, am berühmten Krötenbrunnen vorbei und durch die Weinberge hindurch zum Deutschen Weinbaumuseum in der Wormser Strasse führt. Die Burgruine bietet einen herrlichen Ausblick in die Rheinebene, an klaren Tagen bis nach Frankfurt und in den Odenwald. Nehmen Sie sich also etwas Zeit mit für Ihren Besuch, um das entspannte südländische Flair eines der wärmsten Orte Deutschlands zu genießen.

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